• Für die allermeisten Transportaufgaben hat sich die Hinterkippmulde als optimales Transportfahrzeug durchgesetzt. Foto: Hersteller
  • Für den Transport von Asphalt vorgeschrieben: isolierte Mulden.
  • Ladung sichern: Auch Schüttgüter müssen wirkungsvoll gesichert werden.

Kipper nach Bedarf wählen...


Fahrgestell, Mulde, Kipphydraulik: Auf den ersten Blick wirken Kippsattelanhänger wie simple Nutzfahrzeugtechnik. Doch wie so oft, ist auch hier der erste Eindruck mitunter falsch.


Wer einen Kippsattelanhänger konfigurieren muss, wird zahlreiche Kompromisse eingehen müssen. Die wichtigste Frage, die geklärt werden muss, ist die Frage nach dem Transportgut. Wird sich überwiegend Füllsand oder Erdaushub in der Mulde befinden oder eher Kies, Schotter oder gar Abbruchmaterial? Das Transportgut hat großen Einfluss auf das Material, aus dem die Mulde gefertigt wird. Der regelmäßige Transport von Kies wird zu einem höheren Verschleiß des Bodens der Mulde führen als etwa Füllsand oder Lehm. Wenn das Thema Verschleiß nicht so dominant ist, könnte eine Mulde aus Aluminium eine Option sein. Eine Option, die im Regelfall deutlich mehr Nutzlast ermöglicht.

Wie deutlich dieser Gewichtsunterschied ausfällt, zeigt sich bei zwei Kippsattelanhängern von Schwarzmüller. Deren dreiachsiger Kippsattelanhänger mit Stahlsegmentmulde wiegt bei einer 24-m3-Fassung rund 6 t, die Nutzlast wird vom Hersteller 27 t angegeben. Das Pendant mit Vollaluminium, dessen Fahrwerk aus einer Aluminiumschweißkonstruktion besteht, hat ein Eigengewicht, das knapp 4,5 t beträgt. Hier gibt der Hersteller die Nutzlast sogar mit 29 t an. Noch einmal 300 kg weniger wiegt eine weitere Variante mit einem Zweiachschassis und eine 20,4 m3 fassenden Aluminiummulde. Diese drei Varianten machen deutlich, dass sich der Anwender schon sehr genau überlegen muss, welche Variante er am profitabelsten einsetzen kann.

Über die Form der Mulde wird dagegen kaum noch diskutiert. In der Baustellenlogistik dominieren seit Jahrzehnten die sogenannten Halfpipes das Geschehen. Diese Halfpipes sind Mulden mit gewölbtem Boden. Diese Form hat den Vorteil, dass das geladene Material beim Kippen besser aus der Mulde rutschen kann. Das ist vor allem beim Transport von lehmigen und damit klebrigen Böden ein Thema. Aber auch die klassische Kastenmulde mit ihrem höheren Ladevolumen hat in einigen Anwendungsbereichen nach wie vor ihre Daseinsberechtigung – so etwa im Agrarbereich.

Zurück zu den Halfpipes: Während des Transports sorgt eine Pendelklappe für den Verschluss der Mulde nach hinten. Die Klappe wird im Obergurt gelagert und an der Unterseite mechanisch verriegelt. Entriegeln kann der Fahrer vom Fahrerhaus aus. Das Verriegeln bereitet ebenfalls keine Probleme, weil die Klappe schräg angesetzt wird und beim Absenken der Mulde zuverlässig in die Verriegelung fällt. Auch hydraulisch betätigte Heckklappen sind weit verbreitet.

Auch Schüttgüter sind gegen Herabfallen und in diesem Fall vor allem gegen ein Herunterwehen zu sichern. Bei groben Schüttgütern wie etwa Abbruchmaterial kann ein Netz ausreichen. Wenn ein Ladegut anfängt, durch den Fahrtwind aus der Mulde geweht zu werden, führt kein Weg am Vedeck vorbei. Ein Thema, das vor allem die Fahrer bewegt. Sie sind es schließlich, die ein Verdeck entweder manuell oder automatisch bedienen müssen. Die automatische Variante ist zwar bequem, aber eben leider häufig auch fehleranfällig. Egal, ob automatisch oder manuell, der Markt bietet mittlerweile eine Vielfalt an Lösungen.

Auflieger mit zwei statt drei Achsen sind leichter, verbrauchen weniger, rollen mit weniger Widerstand, sind wendig und fahren in einer günstigen Mautklasse. Eine Botschaft, die längst in der Baustellenlogistik angekommen ist. 1,8 Cent weniger kostet jeder Autobahnkilometer. Bei einer Laufleistung von 75.000 km kommen 1350 Euro pro Jahr zusammen. Dazu kommt der Spritvorteil.

Ein häufig mit Kippsattelanhängern transportiertes Ladegut ist einbaufertiger Asphalt. Der wird vor allem für Straßen- und Autobahnbauprojekten in großen Mengen benötigt, muss aber den meist nicht sehr langen Weg vom Asphaltwerk zur Baustelle per Kippmulde zurücklegen. Um eine möglichst hohe Qualität beim Straßenbau zu gewährleisten, muss der Asphalt warm eingebaut werden. Aus diesem Grund sind mittlerweile isolierte Mulden vorgeschrieben. Ein für die Konstrukteure solcher Mulden anspruchsvolles Thema: Während im Inneren der Mulde sich 150° heißer Asphalt befindet, sind die Temperaturen im Außenbereich der Mulde deutlich kühler. Diese Temperaturunterschiede sind vor allem in den Bereichen schwer zu beherrschen, wo Innen- und Außenbereich der Mulde zusammengefügt sind.


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